Fehlzeitenmanagement

Nutzen eines Fehlzeitenmanagements

  • Reibungsloser(er) Ablauf durch ausreichende Personalressourcen → Vermeidung von Konflikten (z.B. wegen kurzfristigen Vertretungen, Überstunden)
  • „Normale“ Belastung der MitarbeiterInnen, d.h. weniger Stress durch erhöhte Ausfälle von KollegInnen
  • Gute Motivation und Zufriedenheit der MitarbeiterInnen (Lebensqualität)
  • Bessere Leistungserbringung durch ausreichende Zeitressourcen
  • Stärkung der Führungskompetenz (z.B. durch das Benennen/Besprechen heikler Personalthemen)
  • Imagegewinn des Unternehmens bzw. der Abteilung

1. Ein Fehlzeitenmanagement (Fehlzeitenprojekt) benötigt:

  • einen systematischen Ansatz (Analyse, Planung, Umsetzung, Kontrolle)
  • eine oder einen Projektverantwortlichen
  • ein Projektteam
  • Unterstützung durch das Management
  • Beteiligung der MitarbeiterInnen
  • Gute Information und Kommunikation
  • Beteiligung von Schlüsselkräften der Organisation, z.B. Abteilungsleitung, Interessensvertretung
  • Gute ausgewogene und klare Maßnahmen

2. Betriebliche Einflussfaktoren auf Fehlzeiten (Krankenstände):

  • Arbeitsgestaltung und Arbeitsbedingungen
  • Arbeitsinhalte
  • Arbeitszeitregelungen
  • Betriebsklima
  • Führungsverhalten
  • Arbeitsorganisation (Überforderung, Unterforderung, Zuständigkeit)
  • Gesundheits- und Arbeitsschutz
  • „Krankenstandskultur“

3. Individuelle Einflussfaktoren auf Fehlzeiten (Krankenstände):

  • Gesundheitliche Verfassung inkl. Suchtverhalten
  • Alter
  • Geschlecht
  • Familienverhältnisse
  • Motivation und Arbeitsverständnis
  • Qualifizierung und Verantwortungsbereich
  • Beruflicher Veränderungswunsch

4. Beispiele zur Verringerung von Fehlzeiten (Krankenstände):

Präventive Maßnahmen

  • Gestaltung des Arbeitsumfeldes
  • Bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie
  • Entwicklung einer angepassteren Teamkultur
  • MitarbeiterInnenauswahl & MitarbeiterInneneinsatz
  • Führungsverhalten
  • Gesundheitliche Betreuung (Gesundheitsförderprogramme)

Kurative Maßnahmen

  • Training von Rückkehrgesprächen für Führungskräfte
  • Coaching von Führungskräften
  • Suchtberatung
  • Änderung einzelner belastender Arbeitsabläufe
  • Optimierung von Arbeitszeiten (z.B. Verteilung von Nachtschichten)
  • Teamcoaching

 

Weitere Informationen

Oskar Meggeneder, Krankenstände vermeiden – Fehlzeiten reduzieren, Ein Leitfaden für
Betriebe
, Verlag LINDE, Wien 2005
Uwe Brandenburg/Peter Nieder, Betriebliches Fehlzeiten-Management, Anwesenheit der
Mitarbeiter erhöhen, Instrumente und Praxisbeispiele
, Verlag GABLER, Wiesbaden 2003

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